Heizkörpernische dämmen – und was das für Ihre Heizkosten bedeutet
Nach dem Anbringen der Platten folgt die Oberfläche. Eine einfache Möglichkeit ist, die Dämmung zu verputzen – das schützt das Material und verbessert die Optik. Dafür eignet sich ein Armierungsputz mit Gewebe. Alternativ können Sie die Nische mit Gipskarton verkleiden, wenn Sie Wert auf eine glatte Oberfläche legen. Wichtig ist, dass die Oberfläche diffusionsoffen bleibt, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Bei Mineralwolle ist ein zusätzlicher Dampfbremsbelag erforderlich, wenn Sie sie nicht verspachteln. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten – aber ohne bestimmte Produkte zu kaufen, vergleichen Sie einfach die Eigenschaften.
Bevor Sie mit der Verlegung eines Kabelkanals beginnen, sollten Sie den Untergrund prüfen. Raufaser- oder Glattputzwände nehmen Schrauben und Dübel unterschiedlich auf. Bei Trockenbauwänden sind spezielle Dübel erforderlich, sonst hält die Halterung nicht. Messen Sie die benötigte Länge des Kanals exakt aus und berücksichtigen Sie dabei Ecken, Übergänge und die Position von Steckdosen. Ein zu knapp bemessener Kanal führt zu Spannungen im Kabel oder zu sichtbaren Lücken.
Dämmung richtig anbringen: So vermeiden Sie Wärmebrücken Die entscheidenden Details entscheiden über den Erfolg: Die Dämmung muss lückenlos bis an die Fensterlaibung und die angrenzenden Wände reichen. Kleine Spalten füllen Sie mit Bauschaum oder Dichtmasse. Achten Sie darauf, dass die Dämmung nicht bis auf den Boden reicht, sondern einen Abstand von etwa zwei Zentimetern lässt – so kann eventuell eindringendes Wasser abtrocknen. Bei der Heizkörperinstallation achten Sie darauf, dass die Rohre nicht durch die Dämmung führen, sondern davor – sonst wird die Wärme direkt in die Wand abgeleitet. Ein weiterer häufiger Fehler: Die Dämmung wird nur hinter dem Heizkörper angebracht, aber die seitlichen Wangen der Nische bleiben kalt. Auch diese Flächen sollten Sie belegen, sonst bleibt dort eine Kältebrücke bestehen.
Ein typischer Fehler beim Selbermachen ist das Abschleifen alter Fliesen: Das erzeugt Staub, der in alle Ritzen dringt und die gesamte Küche verschmutzt. Bessere Ergebnisse erzielen Sie mit speziellen Grundierungen und überstreichbaren Fliesen – das ist schneller und kostengünstiger. Achten Sie darauf, dass die Farbe für Feuchträume geeignet ist, sonst blättert sie nach kurzer Zeit ab. Auch das Verfugen neuer Fliesen will gelernt sein: Verwenden Sie Fugenmasse mit Silikonzusatz, um Risse zu vermeiden. Und denken Sie an die Rückwand hinter dem Herd: Hier benötigen Sie eine hitzebeständige Platte, sonst verfärbt sich die Wand dauerhaft.
Legen Sie die Kabel in den Kanal ein. Achten Sie darauf, dass die Kabel nicht geknickt werden und genügend Platz im Kanal bleibt. Ein zu voller Kanal erschwert das spätere Schließen und kann die Wärmeableitung behindern. Für zusätzliche Sicherheit können Sie die Kabel mit Kabelbindern im Kanal fixieren, bevor Sie den Deckel aufsetzen. Der Deckel lässt sich meist einfach aufklicken – üben Sie gleichmäßigen Druck aus, damit er sauber einrastet.
Am Ende zählt die richtige Technik beim Streichen. Tauchen Sie die Rolle nur kurz in die Farbe und rollen Sie sie auf dem Gitter ab. Zu viel Farbe in der Rolle führt zu Läufern und Nasen. Arbeiten Sie in Bahnen von etwa einem Meter Breite und kreuzen Sie die Bahnen im „W-Muster", um eine gleichmäßige Verteilung zu garantieren. Nach dem ersten Anstrich warten Sie mindestens vier Stunden, besser über Nacht. Dann tragen Sie die zweite Schicht auf – diesmal in eine Richtung, ohne Überkreuzen. Diese Disziplin belohnt ein gestochen scharfes Ergebnis ohne Flecken und Schatten.
Als Material eignen sich Hartschaumplatten oder Mineralwolle. Hartschaum ist formstabil und leicht zu schneiden, Mineralwolle passt sich dagegen besser an Unebenheiten an und hat gute Schallschutzeigenschaften. Wichtig ist, dass die Platten vollflächig anliegen – Hohlräume hinter der Dämmung wirken wie Kältebrücken. Schneiden Sie die Platten mit einer feinen Säge oder einem Cuttermesser, und kontrollieren Sie den Sitz durch Andrücken. Verwenden Sie für die Befestigung einen geeigneten Kleber oder Dübel, die für das Wandmaterial geeignet sind.
Zum Abschluss prüfen Sie, ob der Heizkörper nach der Montage noch genügend Luftzirkulation hat. Die Dämmung darf nicht zu nah am Heizkörper sein – ein Abstand von mindestens fünf Zentimetern zur Rückwand ist ideal. Nach einigen Tagen zeigt sich der Effekt: Die Wand fühlt sich kühler an, die Heizung wird schneller warm, und die Heizkosten sinken. Wer die Nische zusätzlich mit einer reflektierenden Folie hinter dem Heizkörper ausstattet, kann die Effizienz noch weiter steigern – das ist aber optional. Mit dieser Maßnahme machen Sie Ihre Altbauheizung deutlich effizienter und steigern den Wohnkomfort – ohne großen Aufwand und mit überschaubarem Budget.
Zylinderlänge messen: So geht’s ohne Spezialwerkzeug Zunächst muss der alte Zylinder ausgebaut werden, um die Länge korrekt zu bestimmen. Dazu die Schraube an der Stirnseite des Schlosses lösen, die den Zylinder fixiert. Meist sitzt sie mittig auf Höhe des Schließkanals. Danach den Schlüssel einstecken und leicht drehen, sodass die Zylindernase in Mittelstellung steht. Nun lässt sich der Zylinder meist nach innen herausziehen – oder nach außen, je nach Bauart. Achtung: Bei einigen Türen muss die Rosette oder der Schutzbeschlag vorher abgenommen werden. Notieren Sie danach zwei Maße: die Gesamtlänge des Zylinders und die Länge von der Mitte der Schraubenbohrung bis zu jeder Außenkante. Für Außentüren mit unterschiedlich dicken Türblättern sind asymmetrische Zylinder nötig.