Wenn der März den Spreewald weckt: Wetter, Saisonstart und Routen
Die Ausrüstung sollte vor dem ersten Einsatz gründlich geprüft werden. Das Boot muss dicht sein, die Paddel unbeschädigt und die Schwimmwesten gut sitzend. Gerade im Frühjahr, wenn die Saison beginnt, sind viele Boote über den Winter gelagert worden. Risse oder poröse Stellen können zu Undichtigkeiten führen, die im Wasser schnell gefährlich werden. Wer sein eigenes Boot nutzt, sollte die Dichtigkeitsprüfung an Land machen, bevor es aufs Wasser geht. Bei Leihbooten gilt: Nicht scheuen, die Ausrüstung zu kontrollieren und bei Mängeln zu reklamieren. Sicherheit geht vor, auch wenn es unangenehm ist, den Start zu verzögern.
Routentipps für die Übergangszeit: Kurze Schleifen statt großer Etappen Wähle im März eher kurze Touren – etwa eine Drei- bis Vier-Stunden-Runde auf dem Großem Spreewald oder einer der kleineren Fließe. Beispielsweise die Strecke von Lehde über das Burg-Lübbener Kanalsystem bietet viele Möglichkeiten, unterwegs an einer der wenigen bereits geöffneten Gaststätten einzukehren. Ein typischer Fehler ist es, sich von den ausgeschilderten Sommertouren verleiten zu lassen, die durch abgelegene Bereiche führen. Im März können einige Kanäle aufgrund von Treibgut oder niedrigem Wasserstand unpassierbar sein – informiere dich vor Ort bei den örtlichen Händlern, die die aktuellsten Hinweise haben.
Auch einige Nagetiere wie Bilche und Haselmäuse zählen zu den Winterschläfern, erwachen jedoch unregelmäßiger. Sie zeigen oft erst Aktivität, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist und ausreichend Insekten fliegen. Ein untrügliches Zeichen für ihr Erwachen sind frisch benagte Knospen und weiche Rindenstücke an jungen Bäumen. Wenn Sie solche Spuren sehen, halten Sie Abstand und vermeiden Sie laute Geräusche. Wer die Tiere fotografieren möchte, nutzt am besten ein Teleobjektiv und bleibt auf den Wegen – sonst vertreibt man nicht nur das eine Tier, sondern verscheucht auch die ganze Gruppe aus der Umgebung.
Wenn der Schnee schmilzt und die ersten Sonnenstrahlen die Baumkronen durchdringen, beginnt im Spreewald ein stilles Erwachen. Viele Tiere haben die kalten Monate in einem energiesparenden Zustand verbracht – doch nicht alle schlafen gleich tief. Wer im Frühling durch die feuchten Wälder streift, kann ganz unterschiedliche Begegnungen machen. Es lohnt sich, vorher zu wissen, welche Tiere wann aktiv werden, um sie nicht zu stören und selbst sicher unterwegs zu sein.
Der Spreewald erwacht im Frühjahr aus dem Winterschlaf. Die Wasserstände sind hoch, die Farben intensiv, und die Kanäle sind noch nicht von Touristen überlaufen. Wer jetzt mit dem Kajak oder Kanadier aufbricht, erlebt eine ganz besondere Stimmung. Allerdings verlangt das Paddeln zu dieser Jahreszeit einiges ab. Die Wassertemperaturen sind niedrig, die Sonne trügt, und die Natur hat ihre eigenen Regeln. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer der schönsten Touren belohnt, die diese Region zu bieten hat.
Der wichtigste Ratschlag lautet: Vergleichen Sie die drei Orte nicht nur auf dem Papier. Die Unterschiede zeigen sich erst im direkten Erleben. Lehde bietet historische Dichte, Leipe authentische Ruhe, Burg Vielfalt und Komfort. Entscheiden Sie sich je nach Ihrem Interesse: Für Familien mit Kindern ist Burg ideal, für Paare, die Ruhe suchen, eher Leipe. Wer die Höfe wirklich verstehen will, sollte mindestens zwei Orte besuchen und die Unterschiede bewusst wahrnehmen. So wird aus einem einfachen Ausflug eine Erfahrung, die Ihnen noch lange in Erinnerung bleibt – und Sie vermeiden die Enttäuschung, nur die Fassaden gesehen zu haben.
Die Kleidung macht den Unterschied zwischen einem schönen Ausflug und einem frierenden Heimweg. Trage mehrere Schichten, die auch bei Nässe warm halten, zum Beispiel eine dünne Fleecejacke unter einer wasserdichten Regenjacke. Verzichte auf Baumwolle, denn sie saugt sich voll und kühlt den Körper gefährlich aus. Neoprenschuhe oder Gummistiefel schützen vor kaltem Wasser im Boot, da im Frühjahr oft noch Wasser im Rumpf steht, bevor du ablegst. Eine Wechselkleidung im wasserdichten Beutel gehört ins Gepäck – für den Fall, dass du doch einmal kenterst.
Wer im Spreewald früh morgens unterwegs ist, kann außerdem auf Fledermäuse treffen, die aus ihren Winterquartieren in Kellern und Höhlen kommen. Sie sind keine klassischen Winterschläfer, sondern fallen in eine tiefe Torpor-Phase. Wenn Sie im April eine Fledermaus am Tag sehen, ist das ein Hinweis auf eine Störung – dann sollten Sie einen örtlichen Naturschutzbund informieren, statt das Tier anzufassen. Fledermäuse sind streng geschützt, und jede unnötige Berührung kann ihre empfindlichen Flughäute verletzen. Gönnen Sie allen erwachenden Tieren Ruhe und beobachten Sie lieber aus der Ferne – so bleibt der Spreewald auch im Frühjahr ein Ort, an dem das Erwachen gelingt.
Die Ausrüstung sollte im Frühjahr nicht überladen sein, aber ein paar Dinge mehr als sonst gehören dazu. Eine Thermoskanne mit heißem Tee, ein paar energiereiche Snacks und ein kleines Erste-Hilfe-Set – das ist im Notfall Gold wert. Vergiss nicht, dein Handy wasserdicht zu verpacken und die Notrufnummern der Region zu kennen. Wenn du ein Boot mietest, frage ausdrücklich nach, ob die Ausrüstung für kaltes Wetter geeignet ist – manche Verleiher geben dünnere Paddelkleidung oder keine Schwimmwesten mit, die bei niedrigen Temperaturen besonders wichtig sind.