Farbe oder Tapete: Wände in der Mietwohnung richtig streichen
Das richtige Werkzeug erleichtert die Arbeit erheblich. Für große Flächen verwenden Sie eine Farbrolle mit mittellangem Flor (10 bis 12 Millimeter). Für Ecken und Kanten brauchen Sie einen Pinsel von etwa 5 Zentimetern Breite. Rühren Sie die Farbe vor dem Öffnen gründlich um – auch wenn sie fertig gemischt ist, setzen sich Pigmente ab. Gießen Sie die Farbe in eine Farbwanne, um sie gleichmäßig aufzunehmen. Rollen Sie zuerst die Fläche in Bahnen von oben nach unten, überlappen Sie die Bahnen leicht, solange die Farbe noch nass ist. So vermeiden Sie sichtbare Ansätze.
Bevor du ein Gerät kaufst, miss die Türbreiten, die Raumhöhe und die Stellfläche genau aus. Ein häufiger Fehler ist, dass die Maschine zwar durch die Tür passt, aber der Schlauch nicht bis zum Anschluss reicht. Prüfe auch, ob der Boden eben ist und ob der Untergrund (z. B. alte Holzdielen) für die Vibrationen geeignet ist. Bei einer Waschmaschine mit 7 kg Fassungsvermögen brauchst du etwa 60 cm Breite und 60 cm Tiefe – plus einen Abstand von mindestens 2 cm zu den Wänden. Bei einem Trockner ist zusätzlich ein Platz für den Kondensatbehälter oder den Abluftschlauch einzuplanen.
Bevor Sie in einer Mietwohnung eine neue Küche planen, steht die Vermessung an erster Stelle. Messen Sie nicht nur die Gesamtbreite und -tiefe des Raumes, sondern auch lichte Höhe, Schräge, Fenster- und Türöffnungen sowie vorhandene Anschlüsse für Wasser und Strom. Ein typischer Fehler ist das Vertrauen auf alte Maße aus dem Mietvertrag oder auf die Angaben des Vormieters. Nehmen Sie ein Maßband, notieren Sie alle Werte doppelt und zeichnen Sie eine einfache Skizze. Achten Sie auf eine mögliche Heizungsnische oder einen Schacht, der die Tiefe der Arbeitsplatte einschränken kann. Nur mit exakten Maßen können Sie die Aufteilung von Unterschränken, Hochschränken und Geräten sinnvoll planen.
Wenn Sie die Küche selbst aufbauen, arbeiten Sie systematisch: Zuerst die Unterbauzeile, dann die Arbeitsplatte, dann die Wandschränke. Beachten Sie, dass die Arbeitsplatte erst nach dem Anpassen der Sockelleiste und der Unterschränke zugeschnitten werden sollte. Messen Sie die Ausschnitte für Spüle und Herd nicht zu knapp, sonst lassen sich die Geräte nicht einlegen. Ein weiteres Problem ist die Ausrichtung der Geräte: Kühlschrank und Geschirrspüler brauchen genügend Belüftung – planen Sie einen Spalt von zwei bis drei Zentimetern. Beim Anschluss von Wasser und Elektrik sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen, wenn Sie sich unsicher sind. Ein Fehler hier kann zu Wasserschäden oder Kurzschlüssen führen, die in der Mietwohnung teuer werden.
Bevor du einen einzigen Schrank bestellst, miss die Nische millimetergenau aus: Breite, Höhe und Tiefe an mehreren Stellen – gerade bei Altbauten weichen die Maße oft ab. Notiere dir die kleinste Breite als Referenz, denn ein Schrank, der 5 mm zu breit ist, lässt sich weder einbauen noch zurückschicken. Vergiss die Höhe der Sockelfüße nicht, denn sie bestimmt, ob du später bequem stehend arbeiten kannst. Nimm einen Laser-Entfernungsmesser, wenn du einen hast – ein Zollstock reicht aber auch, wenn du ihn gerade anlegst.
Bei der Montage in einer Mietwohnung ist die Befestigung an der Wand entscheidend. Sie dürfen nicht in die Elektroleitungen oder Wasserrohre bohren. Überprüfen Sie vor dem Bohren, ob ein Strom- oder Wasserplan vom Vermieter vorliegt. Wenn nicht, nutzen Sie einen Leitungssucher oder fragen Sie den Vermieter. Markieren Sie die Bohrlöcher exakt, nachdem Sie die Schränke aufgebaut haben. Ein typischer Anfängerfehler: Die Wandschränke werden zu hoch montiert, weil die Dübel nicht zur Wandbeschaffenheit passen. In Altbauten mit Gipskarton oder Hohlziegeln müssen Sie spezielle Dübel verwenden. Befestigen Sie die Oberschränke immer in beide Wände, auch wenn es nur leichte Hängeschränke sind. Eine sichere Montage verhindert spätere Schäden und Unfälle.
Von der Farbmenge zum sauberen Anstrich – so gelingt der Ablauf Bevor die Farbe aufgetragen wird, steht das Abkleben an. Nutzen Sie Malerkrepp, um Fußleisten, Türrahmen und Fenster zu schützen. Decken Sie den Boden mit Folie oder abwaschbaren Tüchern ab. Bessern Sie kleine Löcher mit Spachtelmasse aus und schleifen Sie die Stellen glatt. Staub und Fett von den Wänden entfernen Sie mit einem feuchten Tuch. Nur so hält die Farbe gleichmäßig.
Ein typischer Fehler ist, zu viel Farbe auf einmal zu rollen. Das führt zu Läufern und Rändern. Arbeiten Sie stattdessen in dünnen Schichten und lassen Sie die erste Schicht gut trocknen – je nach Herstellerangabe zwei bis vier Stunden. Bei dunklen Farben ist ein zweiter Anstrich fast immer nötig. Für weiße Deckfarbe genügt oft eine Schicht, wenn der Untergrund hell ist. Prüfen Sie nach dem Trocknen bei Tageslicht, ob die Deckung ausreicht.
Ein weiterer praktischer Platzsparer ist ein Unterschrank, der die Waschmaschine aufnimmt und darüber zusätzlichen Stauraum schafft. Solche Schränke bekommst du in Baumärkten, aber auch als Selbstbau. Wichtig ist, dass die Maschine nicht permanent im Schrank läuft, weil die Abluft entweichen muss. Bei einem Trockner mit Kondensator ist das unkritisch, bei einem Ablufttrockner brauchst du einen Fenster- oder Wanddurchlass. Wenn du keinen Platz für ein separates Gerät hast, kannst du auch einen Wäschetrockner auf einem Wandhalter montieren – das spart Bodenfläche und ist besonders in kleinen Bädern praktisch. Achte darauf, dass die Wand das Gewicht trägt (Dübel und Schrauben müssen für Feuchträume geeignet sein).