6 Fehlerquellen bei der Duschabtrennung: so rüsten Sie sicher nach
Letztlich gilt: Messen Sie einmal pro Jahr systematisch alle Geräte im Haushalt. Notieren Sie die Werte, und Sie erkennen sofort, welche Geräte hohe Standby-Werte haben. Ersetzen Sie solche Geräte nach Möglichkeit durch effizientere Modelle – achten Sie dabei auf den Energieverbrauch im Aus-Zustand. Und vergessen Sie nicht: Auch eine Steckdosenleiste mit Schalter hat einen Eigenverbrauch, der meist vernachlässigbar ist, aber bei sehr alten Modellen messbar sein kann. Wer konsequent die Schaltzeiten einhält, spart schnell mehrere Dutzend Euro pro Jahr – ohne Komfortverlust.
Die Kernbohrung ist der heikelste Schritt. Sie benötigen eine Kernbohrmaschine mit Diamantbohrkrone – das ist keine Aufgabe für eine normale Bohrmaschine. Markieren Sie die Bohrstelle von innen, etwa 20 Zentimeter unter der Decke und mittig zur Wand. Achten Sie darauf, dass keine Elektroleitungen oder Wasserrohre in der Wand verlaufen – ein Leitungsfinder ist Pflicht. Bohren Sie von innen leicht an, dann von außen weiter, um Ausbrüche am Putz zu vermeiden. Der Bohrkrone-Durchmesser muss exakt zum Außenrohr des Lüftungsgeräts passen, meistens 160 oder 180 Millimeter. Führen Sie das Rohr mit leichtem Gefälle nach außen, damit Kondenswasser abfließen kann. Typischer Fehler: Das Rohr sitzt zu tief, sodass Regenwasser eindringt.
Wer in einem Bestandsbau wohnt, kennt das Problem: Stoßlüften kostet Energie, und bei dichten Fenstern bleibt die Luft trotzdem feucht. Eine dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung kann Abhilfe schaffen. Doch beim Nachrüsten lauern Fallstricke: die Auswahl des Geräts, die Kernbohrung durch die Wand, der Elektroanschluss und nicht zuletzt die Schallübertragung. Bevor Sie ein Gerät kaufen, sollten Sie die Bausubstanz prüfen: Wie dick ist die Außenwand, und gibt es eine Innendämmung? Bei sehr dicken Wänden braucht es ein längeres Kernbohrrohr, und bei weichen Dämmstoffen muss der Einbau besonders sorgfältig erfolgen, damit keine Wärmebrücken entstehen.
Der zweite Schritt ist die Auswahl des Systems. Achten Sie auf die Höhe der Behälter: Manche Modelle sind für Unterbauspülen konzipiert, andere setzen auf eine Montage an der Schranktür. Bei Türmontage muss die Scharnierart berücksichtigt werden – Topfscharniere mit Softclose sind unproblematisch, aber ältere Scharniere können die Tragkraft nicht für schwere Abfalleimer auslegen. Ein häufiger Fehler ist, ein System zu kaufen, das die Tür beim Öffnen zu stark belastet. Prüfen Sie deshalb, wie viel Gewicht die Tür aushält, oder montieren Sie ein System, das in der Schrankunterseite oder an der Seitenwand befestigt wird.
Worauf kommt es beim Aufmaß an? Nehmen Sie das Maß an drei Stellen: oben, in der Mitte und unten. Entscheidend ist das kleinste Maß, denn die Tür muss überall gleichmäßig gleiten. Ziehen Sie etwa 1 Zentimeter ab, damit die Tür nicht verkantet. Bei einer Vor-der-Wand-Montage benötigen Sie zusätzlich Platz für die Laufschiene: Diese muss an der Wand oder an der Decke befestigt werden. Achten Sie darauf, dass die Schiene waagerecht verläuft, sonst rollt die Tür von selbst zu. Eine Wasserwaage ist hier unerlässlich.
Die Montage beginnt mit dem Befestigen der Schiene. Dübel und Schrauben sollten zur Wandart passen – bei Trockenbau eignen sich spezielle Dübel, die hinter der Platte verankern. Wenn Sie die Tür aufhängen, justieren Sie die Höhe über die mitgelieferten Schrauben. Testen Sie den Lauf, bevor Sie die Bodenführung oder den Endanschlag montieren. Ein häufiger Fehler ist, die Tür zu früh festzuziehen, sodass sie später quietscht oder schleift.
Elektroanschluss und Schallschutz – worauf es ankommt Der Elektroanschluss sollte von einem Fachbetrieb ausgeführt werden, da die Geräte fest verdrahtet werden müssen. Planen Sie eine separate Zuleitung mit eigenem Sicherungsautomaten ein, denn die Lüftung läuft oft im Dauerbetrieb. Achten Sie auf die Leistungsaufnahme – sie liegt meist zwischen 5 und 15 Watt, aber der Standby-Verbrauch macht sich über das Jahr bemerkbar. Lassen Sie sich nicht auf eine einfache Steckdose ein, wenn die Vorschriften in Ihrer Region einen Festanschluss verlangen. Ein häufiger Fehler ist, die Lüftung mit einem Fehlerstromschutzschalter (FI) zu kombinieren, der unnötig auslöst – klären Sie das vorab mit einem Elektriker.
Die Schallübertragung ist ein unterschätztes Thema. Das Gerät selbst erzeugt Geräusche, aber vor allem der Schacht überträgt Außenlärm und auch Geräusche zwischen Räumen. Wählen Sie ein Gerät mit einem Schalldämpfer im Innenbereich, der das Strömungsgeräusch reduziert. Die Montage an einer leichten Trockenbauwand verstärkt Körperschall – verwenden Sie Entkopplungsdichtungen, die oft im Lieferumfang sind. Nach der Installation sollten Sie den Schalldruckpegel mit einem einfachen Gerät messen: Er sollte im Schlafzimmer unter 30 Dezibel liegen. Ist er höher, prüfen Sie, ob die Kernbohrung exakt rund ist und ob das Rohr fest sitzt – oft hilft eine zusätzliche Schalldämmung am Innenrohr.