6 Entscheidungen, die offene Regale staubarm und tragfähig machen
Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen: die Dehnungsfuge. Laminat arbeitet bei Feuchtigkeit und Temperatur. Wenn Sie die Platte ohne Abstand zur Zarge verlegen, kann sich das Material ausdehnen und die Zarge verformen. Achten Sie deshalb darauf, dass zwischen dem zugeschnittenen Laminat und der Zarge ein Abstand von etwa fünf bis zehn Millimetern bleibt. Diesen Spalt decken Sie später mit einer Zargenabdeckleiste oder einem passenden Übergangsprofil ab. Der Schnitt selbst ist dann nur noch die halbe Arbeit – die andere Hälfte ist das saubere Einpassen mit der richtigen Fuge.
Wer ein Wandregal montiert, will nicht nur Ordnung schaffen, sondern auch schwere Lasten sicher aufnehmen. Die häufigste Ursache für herabfallende Regale ist nicht billiges Material, sondern eine falsche Befestigung. Bevor Sie den Bohrer ansetzen, klären Sie zwei Dinge: die Wandbeschaffenheit und das Gewicht, das später auf dem Regal liegen wird. Diese beiden Faktoren bestimmen Dübelwahl, Schraubengröße und Anzahl der Befestigungspunkte. Ein Regal für Bücher oder Geschirr braucht eine andere Konstruktion als eines für Deko-Leichtgewichte.
Bevor Sie den alten Teppichboden entfernen, prüfen Sie die Beschaffenheit des Raumes. Ein feuchter Estrich oder eine beschädigte Trittschalldämmung sind häufige Ursachen für spätere Probleme. Schneiden Sie den Teppich in Bahnen von etwa einem Meter Breite ein, das erleichtert das Abziehen erheblich. Ziehen Sie die Bahnen in einem 45-Grad-Winkel von der Wand weg, das minimiert das Einreißen der Unterlage.
Wer Laminat bis an die Türzarge verlegt, steht irgendwann vor der Frage: Wie bekomme ich das Material sauber zugeschnitten, Raumteiler ohne Sichtschutz dass es splittert oder später unschön klafft? Der häufigste Fehler ist, die Zarge einfach mit einem Stichsägeblatt zu bearbeiten, während das Laminat schon anliegt. Das Ergebnis sind ausgefranste Kanten und ein Spalt, der sich kaum noch kaschieren lässt. Dabei ist der saubere Schnitt gar nicht so schwer, wenn man einen entscheidenden Punkt beachtet: den richtigen Zeitpunkt.
Die Dübelwahl entscheidet über die Haltbarkeit In Beton und massivem Ziegel verwendet man am besten Universaldübel oder Spreizdübel aus Nylon. Sie spreizen sich beim Eindrehen der Schraube und verkrallen sich fest im Material. Bei porösem Lochziegel oder Hochlochziegel greifen herkömmliche Dübel nicht; hier sind spezielle Injektionsdübel oder Hohlraumdübel mit größerer Auflagefläche nötig. In Trockenbauwänden (Gipskarton) dürfen Sie niemals normale Dübel verwenden, denn die dünne Platte hält keinen Spreizdruck aus. Verwenden Sie stattdessen Hohlraum-Metalldübel, die sich hinter der Platte aufspreizen und die Last großflächig verteilen. Für schwere Lasten in Trockenbau empfiehlt sich zudem eine Montage auf einer dahinterliegenden Holz- oder Metallunterkonstruktion.
Die Montage selbst erfordert Genauigkeit: Stecken Sie die Dübel bündig in die Wand, nicht schräg oder überstehend. Drehen Sie die Schrauben erst mit der Hand ein, dann mit dem Akkuschrauber auf niedriger Drehzahl. Ziehen Sie sie nicht mit voller Kraft an, denn das kann den Dübel in der Wand lockern. Bei langen Regalen mit mehreren Befestigungspunkten montieren Sie zuerst die äußeren Schrauben und richten das Regal dabei mit der Wasserwaage aus. Erst dann ziehen Sie die mittleren Schrauben fest. So vermeiden Sie Spannungen, die das Regal verziehen oder die Wandbeschädigungen verursachen.
Ein häufiger Fehler ist das Bohren in die Fuge zwischen zwei Ziegelsteinen. Der Mörtel bröselt, der Dübel hat keinen Halt. Markieren Sie die Bohrlöcher daher erst nach dem Anzeichnen mit einer Wasserwaage und prüfen Sie mit einem Nagel oder einer Nadel, ob Sie auf festes Material treffen. In Betonwänden mit Putz sollten Sie den Bohrer nur die Dicke des Putzes plus die Dübellänge eindringen lassen – nicht tiefer, sonst sinkt der Dübel zu tief ein. Nach dem Bohren blasen Sie den Bohrstaub gründlich aus, sonst greift der Dübel nicht richtig.
Beim Schneiden auf Stoß an der Zarge – also wenn das Laminat bis an die Kante reicht – sollten Sie eine Unterlage aus Hartfaser oder eine opferfähige Platte verwenden. Legen Sie das Laminat mit der Dekorseite nach unten auf die Unterlage und sägen Sie mit der Kreissäge entlang einer Führung. So entsteht eine Kante, die wie gegossen an der Zarge anliegt. Der typische Fehler ist hier, das Laminat direkt auf dem Boden zu schneiden und dabei die Kante zu beschädigen. Das sieht man später besonders an den Ecken, wo sich Splitter lösen. Kontrollieren Sie nach dem Schnitt die Kante: Wenn sie leicht rau ist, können Sie sie mit feinem Schleifpapier (Körnung 180) in einem Winkel von 45 Grad brechen. Das macht die Kante optisch schmaler und verhindert das Abplatzen.
Die Schraubengröße muss zum Dübel passen: Zu dünne Schrauben rutschen durch, Platzsparende MöBel zu dicke spalten das Dübelmaterial. Messen Sie den Dübelaußendurchmesser und wählen Sie die Schraube so, dass sie fest im Dübel sitzt, ohne ihn zu verformen. In Beton genügt meist eine Bohrtiefe von etwa 5 bis 6 Zentimetern, in Trockenbau reichen 2 bis 3 Zentimeter, wenn der Hohlraumdübel vollständig hinter der Platte liegt. Bohren Sie immer ohne Schlag, wenn Sie in Trockenbau arbeiten, sonst bricht die Platte aus. In Beton und Mauerwerk verwenden Sie einen Bohrer mit Hartmetallspitze und die Schlagfunktion.
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