Schlafzimmer abdunkeln: Fünf Alternativen, die wirklich halten
Wenn Sie auf eine Badewanne nicht verzichten wollen, wählen Sie ein kurzes Modell mit gerader Front. Eine Sitzbadewanne mit etwa 120 Zentimetern Länge spart rund 40 Zentimeter gegenüber der Standardlänge und bietet trotzdem ein entspannendes Bad. Achten Sie auf eine flache Einstiegshöhe, damit Sie nicht über eine hohe Kante steigen müssen. Eine andere Lösung ist eine Kombination aus Dusche und Wanne: Eine kleine Wanne, die Sie zusätzlich mit einer Duschstange und einem Vorhang nutzen können, braucht kaum mehr Platz als eine reine Dusche, wenn Sie die Wanne an das Ende des Raums setzen.
In kleinen Küchen ist der Platz begrenzt, aber der Bedarf an Aufbewahrung oft groß. Statt sich über volle Arbeitsflächen und überquellende Schränke zu ärgern, lohnt es sich, ungenutzte Ecken und Nischen zu entdecken. Mit wenigen Handgriffen und durchdachten Lösungen lässt sich viel mehr unterbringen, als man denkt – ohne dass die Küche überladen wirkt.
Ein weiterer Aspekt sind die Schubladen und Türen. Hochschränke mit Auszügen benötigen vor sich eine freie Fläche, die der Auszugslänge entspricht. Gleiches gilt für Geschirrspüler und Backöfen, deren Türen sich nach unten öffnen. Planen Sie vor diesen Geräten eine leere Zone ein, die nicht durch einen Tisch oder eine durchgehende Sitzbank blockiert wird. Oft wird dieser Platz für einen schmalen Servierwagen oder eine Mülltonne genutzt – das ist praktisch, solange die Auszüge ungehindert bleiben. Prüfen Sie auch, ob die Wege zur Mülltrennung kurz sind. Ein Einbau-Mülleimer unter der Spüle spart tägliche Umwege.
Eine weitere clevere Idee ist ein ausziehbarer Unterschrank-Organizer für Töpfe und Deckel. Statt sie stapeln und mühsam herauszufischen, haben Sie alles auf einen Blick. Messen Sie die Innenmaße des Schranks genau, bevor Sie kaufen. Standardgrößen passen selten perfekt. Viele unterschätzen zudem, dass man mit einem zusätzlichen eingehängten Zwischenboden die Höhe des Schranks doppelt nutzt – perfekt für Pfannen und kleine Vorratsdosen.
Eine weitere Alternative sind Rollläden, die man nachrüstet. Gemeint sind nicht die massiven Außenrollläden, sondern Innenrollläden aus Aluminium oder Kunststoff, die in einer Kassette laufen. Sie werden mit Haltern am Fensterrahmen befestigt. Der Vorteil: Sie sind stabil, leicht zu reinigen und blockieren auch Wärme im Sommer. Nachteil: Die Montage erfordert etwas handwerkliches Geschick, da man die Halter exakt ausrichten muss. Eine Wasserwaage ist hier Pflicht, sonst läuft der Rollladen schief und bleibt hängen. Zudem sollte man darauf achten, dass die Zugkette nicht in Reichweite von Kindern ist – eine Sicherheitsklemme ist ratsam.
Wer es flexibel und ohne Bohren mag, greift zu Fensterfolien mit Klemmrahmen. Diese Folien werden auf Maß zugeschnitten und mit einem dünnen Kunststoffrahmen (meist aus einem Bausatz) auf das Glas gespannt. Das funktioniert wie ein Keilrahmen bei Bildern. Die Folie ist matt oder schwarz und lässt sich in Sekunden entfernen. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Folie nicht direkt auf der Scheibe klebt, denn sonst kann sich Kondenswasser bilden – ein typischer Fehler, der zu Schimmel führt. Der Rahmen sorgt für einen kleinen Luftspalt, der das verhindert.
Vergessen Sie auch die Innenseiten der Schranktüren nicht. Dort lassen sich mit kleinen Metallkörben Gewürze, Folienrollen oder Reinigungstücher unterbringen. Achten Sie darauf, dass die Körbe nicht zu tief sind, sonst kollidieren sie mit den Einlegeböden. Messen Sie den Abstand zwischen Tür und Regal, bevor Sie schrauben. Eine kleine, aber wirkungsvolle Idee ist zudem das Anbringen von Haken an der schmalen Seitenwand eines Unterschranks – dort können Sie Schneidebretter oder Kochlöffel aufhängen, die sonst nur herumliegen.
Wer häufig kocht, kennt das Problem: Töpfe, Zutaten und Geschirr stapeln sich auf der Arbeitsfläche, während der Essbereich ungenutzt bleibt. Planen Sie eine sogenannte Abstellzone direkt neben dem Herd oder der Arbeitsplatte, auf der heiße Töpfe kurz abgestellt werden können. Diese Zone sollte mindestens 40 Zentimeter breit sein und feuerfestes Material aufweisen. Ein häufiger Fehler ist, die Spüle direkt neben dem Kühlschrank zu platzieren. Zwar sind die Wege kurz, doch das Abtropfen von Geschirr und das Herausnehmen von Lebensmitteln kollidieren oft. Besser: Kühlschrank, Spüle und Herd in einer lockeren Dreiecksanordnung, die nicht durch den Essbereich unterbrochen wird.
Wer zur Miete wohnt, kennt das Problem: Zimmer wirken oft zu groß, zu offen oder einfach ungemütlich. Ein Raumteiler schafft Abhilfe, doch viele Modelle erfordern das Bohren von Löchern in Wand oder Decke. Das ist nicht nur lästig, sondern bei der Rückgabe der Wohnung oft ein Ärgernis, weil die Löcher wieder zugespachtelt werden müssen. Es gibt jedoch clevere Alternativen, die ohne jeden Bohrer auskommen und dennoch stabil stehen.
Eine bewährte Methode sind Plissees mit Seitenführung. Diese Faltenstores werden direkt am Fensterflügel befestigt, entweder mit Klemmträgern oder durch Schrauben. Sie bestehen aus einem Stoff, der zwischen zwei Schienen gespannt ist. Dadurch bleibt kein seitlicher Spalt, und man kann das Plissee von oben oder unten öffnen. Achtung: Beim Kauf sollte man auf die genaue Fenstertiefe achten, denn die Schienen müssen exakt passen. Wer unsicher ist, misst besser zweimal – ein zu kurzes Plissee lässt unweigerlich Licht durch.