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5 Planungsschritte für schmale Flurschränke mit 20–35 cm Tiefe
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Die Wand verstehen: Tragfähigkeit und Untergrund Bevor Sie irgendetwas anbringen, sollten Sie die Wand genau kennen. In Mietwohnungen handelt es sich meist um Beton, Kalksandstein oder Gipskarton – in Altbauten oft um Mauerwerk mit Putz. Bei Gipskartonplatten dürfen Sie keinen schweren Schrank ohne spezielle Dübel anbringen. Beton trägt fast alles, aber nicht jeder Bohrer ist dafür geeignet. Ein einfacher Klopftest mit dem Knöchel gibt Aufschluss: Ein hohler Klang deutet auf eine leichte Trennwand hin, ein solider Klang auf massives Mauerwerk. Für eine genaue Einschätzung ziehen Sie bei Unsicherheit einen Fachmann hinzu – das ist günstiger als ein Schaden.<br><br>Zunächst sollten Sie die vorhandene Tiefe exakt messen – nicht nur an einer Stelle, sondern an mehreren Punkten von Boden bis Decke. Besonders in Altbauten sind Wände oft uneben. Ein Schrank mit 35 Zentimeter Tiefe kann an einer Wand 32, an der anderen 34 Zentimeter haben. Planen Sie deshalb immer einen Abstand von mindestens zwei Zentimetern zur Wand ein. Sonst lassen sich die Türen nicht sauber öffnen oder die Auszüge klemmen. Messen Sie auch die Flurbreite nach dem Einbau: Bei 20 Zentimeter Tiefe bleiben in einem 100 Zentimeter breiten Flur noch 80 Zentimeter Gehweg – das ist das Minimum, um bequem zu passieren.<br><br>Ein schmaler Flur ist oft nur 90 bis 110 Zentimeter breit. Da bleibt für einen Standardkleiderschrank mit 60 Zentimeter Tiefe kein Platz. Doch schon 20 bis 35 Zentimeter reichen aus, um Schuhe, Jacken, Taschen oder Putzutensilien unterzubringen – wenn man die Fläche richtig plant. Der Schlüssel liegt in der Kombination aus offenen und geschlossenen Elementen sowie in der Wahl der Auszüge, die nicht über das Schrankprofil hinausragen.<br><br>Am Ende sollten Sie die Nutzung realistisch durchspielen: Was wird täglich herausgeholt, was nur saisonal? Hängen Sie Jacken an einer schmalen Hutablage, die nur 15 Zentimeter tief ist – dann reicht die Tiefe für Körper und Ärmel. Schuhe, die Sie oft tragen, kommen in einen unteren Auszug mit offener Front, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Alles andere, wie Sportschuhe oder Gästehausschuhe, wandert in einen oberen, geschlossenen Bereich. Wenn Sie diese Zonen trennen, haben Sie bei 20 bis 35 Zentimeter Tiefe mehr Stauraum als mancher 60-Zentimeter-Schrank mit ungenutztem Luftraum.<br><br>Ein typischer Fehler ist es, die Schrankfront mit Griffen zu versehen, die über die Tiefe hinausragen. Ein Griff von 15 Millimetern Tiefe reduziert den nutzbaren Raum bei einem 20-Zentimeter-Schrank auf 18,5 Zentimeter – das macht sich bei breiten Auszügen bemerkbar. Verwenden Sie stattdessen grifflose Systeme mit Push-to-open oder eine umlaufende Griffleiste in der Schrankkante. Auch die Türen sollten Sie planen: Schiebetüren benötigen mehr seitlichen Platz und verdecken bei geöffnetem Zustand einen Teil des Schrankinneren. Bei schmalen Fluren sind Türen mit 180-Grad-Öffnung oder Falttüren deutlich praktischer, da sie auch vor angrenzenden Möbeln nicht blockieren.<br><br>Nach dem Entfernen der Klebereste bleibt oft ein fettiger Film zurück. Wischen Sie den Boden gründlich mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel ab, um Rückstände zu neutralisieren. Bei hartnäckigen Flecken hilft ein Scheuerschwamm, aber nur bei robusten Untergründen wie Estrich. Lassen Sie den Boden danach vollständig trocknen, bevor Sie einen neuen Bodenbelag verlegen oder die Wohnung übergeben. Kontrollieren Sie abschließend mit der Hand, ob wirklich alle Reste entfernt sind – Unebenheiten fallen sonst später unter neuem Belag sofort auf.<br><br>Ein typischer Fehler ist es, die Fuge nachträglich mit Silikon oder Acryl zu verschließen, um die Optik zu verbessern. Das verhindert die Luftzirkulation und schränkt die Beweglichkeit des Materials erneut ein. Lassen Sie die Fuge offen oder verwenden Sie spezielle, elastische Übergangsprofile, die die Bewegung aufnehmen, ohne den Spalt zu schließen. Auch das Verkleben der Paneele mit dem Untergrund ist ein häufiger Fehler — Laminat muss immer schwimmend verlegt werden, sonst kann es sich nicht ausdehnen. Achten Sie darauf, dass die Nut-Feder-Verbindungen nicht verklebt sind, sondern nur eingerastet.<br><br>Bevor Sie den Teppich komplett entfernen, schneiden Sie ihn in etwa einen Meter breite Streifen. Das erleichtert das Abziehen erheblich, da Sie nicht gegen die volle Spannung des Materials kämpfen müssen. Rollen Sie die Streifen von der Mitte zu den Wänden hin auf und entsorgen Sie sie direkt in Müllsäcken. Bei Teppichböden, die nur am Rand verklebt sind, reicht es oft, den Teppich mit einem Seitenschneider von der Leiste zu lösen. Bei vollflächig verklebten Böden hilft ein elektrischer Teppichabzieher, den Sie im Baumarkt ausleihen können. Dieser arbeitet schneller und schont Ihren Rücken, da Sie nicht in gebückter Haltung arbeiten müssen.<br><br>Für die Innenaufteilung gilt: Je flacher der Schrank, desto wichtiger sind horizontal ausziehbare Elemente. Ein klassischer Einlegeboden verschwendet bei 25 Zentimeter Tiefe viel Raum, weil man hinter den vorderen Gegenständen nichts mehr sieht. Besser sind schmale Auszüge mit Vollauszug, die bis zu 90 Prozent ihrer Länge herausfahren. Darin lassen sich Schals, Gürtel oder Schuhe in Reihen lagern. Achten Sie auf stabile Führungsschienen, denn bei flachen Schränken ist die Belastung pro Quadratzentimeter höher als bei tiefen Modellen. Ein Auszug mit 60 Zentimeter Breite und 30 Zentimeter Tiefe trägt problemlos acht Paar Slipper, aber keine schweren Stiefel – die gehören ins obere Regal oder an die Wand.
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